In der vierten Verhandlungsrunde am 30. August 2017 ist es nach intensiven Verhandlungen gelungen, einen Tarifabschluss für die Beschäftigten der Versicherungsbranche zu erzielen.

Die Ergebnisse im Einzelnen:

Jedes Jahr im Herbst: Tarifliche Gehaltserhöhung!
Auch in 2017 und 2018 jeweils oberhalb der prognostizierten Teuerungsrate. Für Auszubildende jeweils eine überproportionale Erhöhung der Ausbildungsvergütung.

Chancen im digitalen Wandel
  • neuer Qualifizierungstarifvertrag bietet allen Beschäftigten die Chance, sich für neue Aufgaben zu qualifizieren, insbesondere wenn der Arbeitsplatz bedroht ist;
  • Bildungsteilzeit vereinbart, damit verbessern sich die Möglichkeiten berufsbegleitender Qualifizierung

Arbeitszeit verkürzen statt entlassen
  • Anspruch auf die Umwandlung von Sonderzahlung in Freizeit, wenn Personalabbaumaßnahmen umgesetzt werden.
  • Bei Arbeitszeitverkürzung zur Vermeidung von Entlassungen Teilgehaltsausgleich vereinbart
In 2018 verhandeln die Tarifvertragsparteien über einen tarifvertraglichen Rahmen zu mobilem Arbeiten.
ver.di und der Arbeitgeberverband werden im kommenden Jahr Gespräche über die weitere
tarifvertragliche Gestaltung der Digitalisierungsprozesse aufnehmen. Gemeinsames Ziel ist es die Versicherungswelt der Zukunft sozialpartnerschaftlich zu gestalten. 



Die Altersteilzeitvereinbarung wurde verlängert, der Appell zur Übernahme der Auszubildenden erneuert.
Außerdem haben sich die Tarifvertragsparteien darauf geeinigt, dass die Tarifverhandlungen für den angestellten Außendienst zeitnah und ergebnisorientiert wiederaufgenommen werden.

Die Gehälter, Tätigkeits- und Verantwortungszulagen werden zum 01.11.2017 um 2,0% und zum 01.12.2018 um weitere 1,7% erhöht. Damit wird es auch in den kommenden zwei Jahren zu jährlichen Gehaltssteigerungen für die Beschäftigten der Branche kommen. Die Europäische Zentralbank hat ihre Inflationsprognosen für 2017 auf 1,5% und für 2018 auf 1,4% nach unten korrigiert.  Der Tarifvertrag kann erstmalig zum 31.08.2019 gekündigt werden. Dann gilt es, die Gehaltserhöhung für 2019 durchzusetzen.

Vor diesem Hintergrund ist mit dem Tarifabschluss eine Sicherung der realen Einkommen umgesetzt worden.

Ein wirklicher Durchbruch ist in den Verhandlungen aber bei den inhaltlichen Tarifthemen gelungen. Erstmals seit vielen Jahren werden qualitative Verbesserungen im Tarifvertrag vereinbart!Die Tarifvertragsparteien haben sich auf eine Bildungsteilzeit, bessere Qualifi zierungschancen für Beschäftigte, einen Rechtsanspruch auf die Umwandlung von Sonderzahlung in Freizeit im Fall von Personalabbau verständigt. Das sind erste Eckpunkte für die soziale Gestaltung des digitalen
Wandels. In einer umfassenden Verhandlungsverpflichtung haben sich ver.di und die Arbeitgeber darüber hinaus dar auf verständigt, die Gespräche zu den Zukunftsthemen im kommenden Jahr fortzusetzen. Mit Priorität sollen Regelungen zum mobilen Arbeiten verhandelt werden.
Wir werden über die Tarifergebnisse und die Verhandlungsverpflichtungen noch ausführlich berichten.
Möglich war dieses Gesamtergebnis nur, weil sich in den vergangenen Wochen viele Kolleginnen und Kollegen an Streikaktionen beteiligt haben. Nur so werden wir die Veränderungsprozesse, die auf die Branche zukommen, fair und sozial gestalten. Nur gemeinsam werden alle Kolleginnen und Kollegen der Versicherungsbranche die Arbeitgeber davon überzeugen, dass die digitale Zukunft der Branche auch Perspektiven für die Beschäftigten bieten kann und muss.   

Wir danken allen Kolleginnen und Kollegen für die vielen Streikaktionen





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John Doey

John Doey

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  1. Und für dieses Ergebnis zahle ich Beiträge und Streike in Stuttgart? Prost Mahlzeit. Im Gehalt hat sich die AG Seite vollkommen durchgesetzt. Für die vergangenen Monate keine Kompensation, nur zwei Erhöhungen bei einer Laufzeit von zusätzlich 5 Monaten über den üblichen 2 Jahren, 2,0 und 1,7% sind nur marginal höher als das, was die AG Seite von Anfang an angeboten hat (1,7 und 1,5). Warum kann die Verdi nicht mal streiken wie die IGs? Bei diesem laschen Vorgehen ist doch die Stärke der AGs vorhersehbar. Und dass bei diesem Ergebnis auch weiterhin nur wenige der AN mitmachen ist ebenso absehbar. Diese Vorstellung war schwach, liebe Verdi. Als Gewerkschaft immer nur den kürzeren ziehen, das geht eben auf Dauer nicht gut.

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  2. "Weiterhin fordern wir

    Eine angemessene Erhöhung der Löhne und Gehälter inklusive aller Zulagen um 4,5 Prozent bei einer Laufzeit von 12 Monaten" ...


    In der Schule würde ein Lehrer dazu sagen: Ziel verfehlt, setzten, 6 !!!

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    1. Genau richtig. Was sollen immer die Forderungen die dann doch nicht erreicht werden? Das ist Vortäuschen von Versprechungen und Mitglieder zu gekommen. Irgendwie wie bei den Wahlen.
      Und das Ergebnis muss mal runter gerechte werden auf die Zeit ohne Erhöhung. Dann sind es nur noch 1,4 % p.a.

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  3. ein Abschluss, der letztlich unter der Inflationsrate liegt (1,58 % gerechnet
    auf die Laufzeit und die Nullmonate). Das schlechteste Ergebnis, das ich in 20 Jahren erlebt habe. Erhalten die Vorstände ähnliche Erhöhungen? Die Gesellschaft driftet de facto mehr und mehr auseinander. Die Motivation am Arbeitsplatz steigt.

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  4. Hat der verhinderte Oberlehrer denn an den Streiks teilgenommen?

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  5. Einfach nur peinlich. Realeinkommensverlust und verdi feiert sich.

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  6. tja, verdi, was hast Du uns nicht Schönes ausgemalt und nun so etwas.
    Ich bin sehr enttäuscht!!!

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  7. Gemessen an den Forderungen ein skandalöser Tarifabschluss! Und dann wird das Ergebnis auch noch abgefeiert und schön geredet: "jedes Jahr im Herbst eine Tariferhöhung". Mal ganz abgesehen davon, dass Dezember bei mir schon Winter ist. Ich habe kein Bock mehr auf diese Gewerkschaft. Was müssen wir uns noch alles gefallen lassen bis wir endlich einmal streiken?? Ich sag es mal ganz salopp: Verdi, ich hab die Schnauze voll!

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    1. Du hast Recht. Ich frage mich auch was hier zu feiern gibt. Ich persönlich fühle mich sogar verarscht.. :( und sehr enttäuscht

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  8. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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    1. Sorry, natürlich liegt die zweite Erhöhung bei 1,7 Prozent.

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  9. Inflationsrate August 2017 = 1,8%. Prognose 2018: 1,9%. Erste Lohnerhöhung (2%) kommt nach 14 Monaten, die folgende (1,7%) nach 13 Monaten.

    Extrapoliert stehen da 2,0 % Erhöhung einer Inflation von 2,1% gegenüber, und 1,7% Erhöhung einer Inflation von 2,06%.
    Das kann man ausrechnen.

    Meine Meinung, dass das kein gutes Ergebnis war, ist natürlich subjektiv.

    4. September 2017 um 14:24

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